Der Güdelmontag begann nass. Pünktlich zum Start des grossen Umzugs wurde es aber trocken. Erwartungsvolle Stimmung machte sich breit und die ersten Klänge der Katzenmusik hallen durchs Dorf. Doch noch bevor der Umzug seinen Höhepunkt erreichte, zog erneut Regen auf. Aber was soll's: Gegen das bunte Treiben der Fasnacht kommt selbst der hartnäckigste Regen nicht an.
Und bunt war es allemal. Die Arche Stickiger schipperte durch Altdorf, schwer beladen mit allerlei tierischen und menschlichen Eigenheiten. Gleich dahinter folgte ein ausgelassenes Affentheater, das für Gelächter sorgte. Tänzerinnen von «Because I love» trotzten den nassen Strassen mit Leichtigkeit und Präzision. Die Techno-DJs haten heftige Beats dabei, während eine andere Gruppe der bekannten Abkürzung WOV eine neue Bedeutung gab: «Wildtiere ohne Vortritt». Überhaupt war die Verkleidung als Polizist sehr beliebt - eine Anspielung auf das neue Verkehrsregime in Altdorf.
Der Umzug bot den typischen Mix: Unterhaltung und Augenzwinkern, Jahresrückblick und Fantasie, bissige Kommentare und liebevoll gestaltete Masken.
Unbeeindruckt vom Wetter zeigten sich einzelne Guggenmusiker. Während ihre Kolleginnen sich in Plastikregenschutz hüllten, harrten sie in kurzen Hosen und T-Shirt aus, als wäre Hochsommer. Die schrägen Töne und treibenden Rhythmen wärmten besser als jede Jacke.
So wurde der Regen zur Nebensache. Die Fasnacht erfüllte einmal mehr ihren Zweck: Dem Winter die Stirn zu bieten – möglichst laut und grenzenlos bunt!
