Altdorf | Die Energiestadt Altdorf darf stolz sein

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«Die Energiestadt Altdorf darf stolz sein»

2008 wurde Altdorf erstmals als Energiestadt ausgezeichnet. Schritt für Schritt setzt die Gemeinde seither nachhaltige Massnahmen vor Ort in die Tat um. Beim Re-Audit im Herbst erzielte Altdorf mit 74% wiederum ein Top-Resultat.

Seit 2008 trägt Altdorf das Gütelabel Energiestadt. 2016 erzielte die Energiestadt Altdorf mit 76% aller Massnahmen ein Glanzresultat. Auch beim Re-Audit im September 2020 erreichte Altdorf mit 74% wiederum ein Top-Resultat. «Altdorf als Energiestadt ist seit Jahren fortschrittlich und nachhaltig unterwegs», sagt Andreas Bossart, Gemeinderat und Präsident der Energie- und Umweltkommission. «Obwohl die Anforderungen an die Energiestädte steigen und die Massnahmen strenger werden, konnte sich Altdorf als Energiestadt stetig weiterentwickeln und das hohe Niveau beibehalten. Altdorf darf stolz sein.»

Als Energiestadt ein Vorbild sein

«Altdorf als Energiestadt handelt in vielen Massnahmen-Bereichen fortschrittlich und konsequent», bestätigt auch Claudia Luethi, die Energiestadt-Beraterin der Gemeinde. Vorbildlich ist Altdorf zum Beispiel bei den kommunalen Gebäuden und Anlagen, in den Bereichen Kommunikation und interne Organisation. Doch was macht eine Energiestadt aus? Beispielsweise werden bestehende Gemeindebauten bestmöglich auf Basis einer GEAK-Energieberatung und Gebäudeanalyse saniert. Und bei Neubauten ist klar, dass Altdorf Vorbild sein will. Stefan Arnold, Bereichsleiter Tiefbau und Umwelt, erklärt dazu: «Die neue Turnhalle und Aula Hagen wurde im Minergie-Standard gebaut. Auf deren Dach liefert eine grosse Photovoltaik-Anlage sauberen Solarstrom. Da das ganze Schulareal Hagen/Feldli den Solarstrom im Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) nutzt, zahlt sich die Investition rasch aus. So geht Energiestadt.»

Erneuerbare Energien effizient nutzen

Als Energiestadt will Altdorf zukünftig verstärkt auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen. Schon heute bezieht die Gemeinde zu 100% URstrom aus heimischer Wasserkraft und mit dem eigenen Trinkwasserkraftwerk wird zertifizierter Ökostrom produziert. Auch die Strassenbeleuchtung wird fortlaufend auf energieeffiziente LED-Leuchten umgerüstet und deren Lichtstärke in der Nacht auf 50% reduziert. Für die Gemeindebauten wurde zudem ein Solarkataster erstellt und die Machbarkeit abgeklärt.

Gute Kommunikation und Aktionen

«Altdorf führt auch regelmässig Veranstaltungen und Aktionstage – wie Energyday oder Ur!mobil, Repair Cafés oder Clean-Up-Days – durch», lobt Energiestadt-Beraterin Claudia Luethi: «Die Bevölkerung nimmt rege daran teil und kann sich zu Energiethemen und Nachhaltigkeit, No Food Waste, Recycling und Upcycling gezielt informieren. Altdorf macht das vorbildlich.» Leider musste dieses Jahr aufgrund der Corona-Situation auf den geplanten Infotag «erneuerbar heizen» verzichtet werden.

Fortschritte bei der Mobilität

Klare Fortschritte zeichnen sich auch bei der Mobilität ab. «Die konsequente Umsetzung des Altdorfer Verkehrsrichtplans aus dem Jahr 2010, zum Beispiel Tempo-30-Zonen, Ausbau von Langsamverkehr, Fuss- und Velonetz, zeigt Wirkung», sagt Anton Arnold, Leiter Bauabteilung. Als Energiestadt fördert die Gemeinde verstärkt auch die Elektromobilität. Aktuell gibt es in Altdorf insgesamt drei Ladestationen für 15 E-Bikes. Und für Elektroautos sind zusätzlich zu den zwei Ladestationen im Winkel und beim EWA jüngst vier weitere Ladesäulen in der Tiefgarage Winterberg hinzugekommen. «Die geplante West-Ost-Verbindung (WOV), weitere flankierende Massnahmen und der neue Kantonsbahnhof Altdorf als Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs werden den Dorfkern vom Verkehr entlasten», ist Gemeinderat Andreas Bossart zuversichtlich: «Altdorf als Energiestadt will sich auch beim Verkehr Schritt für Schritt in Richtung umweltverträgliche Mobilität bewegen. Dies ist zum Nutzen aller.»

Was ist das Label Energiestadt?

Das Label Energiestadt steht für eine konsequente und nachhaltige Energiepolitik. In der Schweiz gibt es aktuell 454 Energiestädte, 55 davon sind Energiestadt GOLD (Stand Sept. 2020). Bei der Energiestrategie 2050, die vom Stimmvolk im Mai 2017 klar gutgeheissen wurde, nehmen die Energiestädte eine Schlüsselrolle ein. Energiestädte gehen voran in Richtung nachhaltige Energiezukunft.  Als Vorbild und Vorreiter setzen sie die Ziele der Energiestrategie 2050 in die Tat um.
Weitere Infos unter www.energiestadt.ch

 


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