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Altdorf | Energiestadt-Label mit Glanzresultat bestätigt

Die fortschrittliche Energiepolitik von Altdorf findet erneut national Anerkennung: Zum dritten Mal wird die Gemeinde mit dem begehrten Label Energiestadt ausgezeichnet. Altdorf schneidet dabei besser ab als noch vor vier Jahren.

In Altdorf steht Nachhaltigkeit längst auf der politischen Agenda. Seit 2008 engagiert sich die Gemeinde im Programm Energiestadt, schont so das Klima und steigert zugleich die Lebensqualität der Bevölkerung. Altdorf setzt auf eine nachhaltige Entwicklungsplanung, auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Gemeinde fördert zudem eine umweltverträgliche Mobilität und setzt auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen. Dafür wurde der Gemeinde Altdorf zum dritten Mal das Label Energiestadt verliehen. Das Label unterliegt strengen Qualitätskriterien und ist ein Leistungsausweis für eine ergebnisorientierte Energiepolitik. Gemeinden, die das Label tragen, geniessen einen Standortvorteil im Wirtschaftswettbewerb. «Die Energiestadt Altdorf zeigt, dass sie Verantwortung für die künftigen Generationen übernimmt. Altdorf gestaltet auf kommunaler Ebene eine nachhaltige Energiezukunft mit und schützt so Umwelt und Klima», sagt Kurt Egger, Leiter des Programms Energiestadt.

Nachhaltigkeit auf verschiedensten Ebenen
Um das Label zu erlangen, müssen mindestens 50 Prozent der von Energiestadt definierten Massnahmen geplant oder umgesetzt sein. Altdorf erreichte beim 2. Re-audit einen vorbildlichen Realisierungsgrad von 76 % (gegenüber 70 % vor vier und 61 % vor acht Jahren) und dies obwohl die Anforderungen für das Label stetig steigen. Insgesamt werden sechs Bereiche beurteilt: Entwicklung/ Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Mobilität, Versorgung/Entsorgung, Interne Organisation, Kommunikation/Kooperation.
Stellvertretend für eine Vielzahl von Massnahmen in der Gemeinde seien folgende Punkte erwähnt:
  • Die Gemeinde bezieht ausschliesslich URstrom aus 100 Prozent Wasserkraft. Diese stammt aus naturemade-basic-zertifizierten Kraftwerken der Elektrizitätswerk Altdorf AG
  • Der Verkehrsrichtplan der Gemeinde (Stand: 22. November 2010) wird konsequent umgesetzt. Die Realisierung der West-Ost-Verbindung (WOV) und der Flankierenden Massnahmen (Begegnungszone mit vorgelagerten Tempo-30-Zonen) wird im Dorfkern von Altdorf zu einer grossen Verbesserung der Lebensqualität führen.
  • Bei der öffentlichen Strassenbeleuchtung wurden bis Ende 2014 sämtliche Quecksilberdampflampen durch hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt.
  • Für die gemeindeeigenen Liegenschaften wird eine Energiebuchhaltung geführt.
  • Der Neubau Turnhallen/Aula Hagen hat Minergie-Standard.
  • In Altdorf wurden in den letzten Jahren viele Ölheizungen durch alternative Heizsysteme ersetzt.
  • Die Gemeinde befürwortet und unterstützt ideell Projekte, welche den Wärmeverbund fördern.
  • Seit 2013 bringt der CityBus Altdorf die Fahrgäste samstags im Halbstundentakt von den Quartieren ins Dorfzentrum und wieder zurück. Dies entlastet den Verkehr im Dorfzentrum.

Das Label Energiestadt wirkt
Das Label Energiestadt ist eine Auszeichnung des Bundesamtes für Energie und des Trägervereins «Label Energiestadt» und wird jenen Gemeinden verliehen, die ausgesuchte energiepolitische Massnahmen realisiert oder beschlossen haben. Insgesamt gibt es 406 Energiestädte in der Schweiz und im grenznahen Ausland (Stand Oktober 2016). 41 davon haben die höchste Auszeichnung für Energiestädte erreicht, den «European Energy Award® Gold». In der Schweiz leben über 4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in einer Energiestadt. Gemeinsam sparen Energiestädte im Jahr rund 120'000 Tonnen CO2 und 305 Gigawattstunden Strom. Zudem nutzen und fördern Energiestädte einheimische und erneuerbare Energie – und tragen so viel zum Klimaschutz und zu einer nachhaltigen Energie-Zukunft bei.


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