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14. Oktober 2019
Bei einem Gesamtaufwand von CHF 38'097'700 und einem Gesamtertrag von CHF 37'625'200 sieht das Budget 2020 einen Aufwandüberschuss von CHF 472'500 vor. Die Nettoinvestitionen betragen CHF 6'935'500.

Damit rechnet das Budget 2020 mit einem um rund CHF 1,4 Mio. schlechteren Resultat als im laufenden Jahr 2019. Hauptgründe für diese Entwicklung sind erhebliche Ausfälle bei den Steuererträgen der juristischen Personen, höhere Abschreibungen, gestiegene Kosten für die wirtschaftliche Sozialhilfe sowie zusätzliche Stellen in der Volksschule und der Verwaltung.

Die Auswirkungen der Steuervorlage 2019 (Abstimmung vom 20. Oktober 2019) sind im vorliegenden Budget berücksichtigt. Die Änderung des Steuergesetzes sieht eine Reduktion des Steuersatzes für juristische Personen von 33% vor. Dies bedeutet für die Gemeinde Altdorf Steuerausfälle von rund CHF 1,2 Mio. pro Jahr. Durch die im Gegenzug abgeschafften Privilegien für Holding- und Domizilgesellschaften werden demgegenüber Mehrerträge von rund CHF 500'000 erwartet. Zur Abfederung dieser Steuerausfälle erhält die Gemeinde Altdorf im nächsten Jahr eine Ausgleichszahlung des Kantons von rund CHF 340'000. Diese Ausgleichszahlung wird während 5 Jahren mit einer jährlichen Reduktion von 20% ausbezahlt. Bei einer Ablehnung der Steuervorlage werden die entsprechenden Positionen an der Gemeindeversammlung angepasst.

Demgegenüber entwickeln sich die Steuereinnahmen der natürlichen Personen erfreulich positiv. Aufgrund der aktuellen Hochrechnung wird für das kommende Jahr 2020 mit rund CHF 400'000 höheren Steuereinnahmen gerechnet als im Budget 2019.

Auf der Aufwandseite belasten CHF 688'000 höhere Abschreibungen für die Projekte Anbau Hagenschulhaus, Tiefgarage Gemeindehausplatz und die Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges das Budget. Beim Personalaufwand beträgt der Mehraufwand gegenüber dem Budget 2019 rund CHF 495'000. Dies ist einerseits auf je eine zusätzliche Schulklasse im Kindergarten, der Primarschule und der Oberstufe und andererseits auf zusätzliche Stellen in der Verwaltung zurückzuführen. Der Gemeinderat hat in Zusammenarbeit mit einer externen Beratungsfirma die Aufgaben und Ressourcen der Gemeindeverwaltung analysiert. Dabei sind erhebliche Defizite bei den bestehenden Kapazitäten in den Bereichen Bau, Personaladministration und Kommunikation festgestellt worden. Im Budget 2020 werden aufgrund dieser Erkenntnisse zwei zusätzliche Stellen in der Bauabteilung eingeplant.

Die übrigen Mehraufwendungen gegenüber dem Budget 2020 betreffen die wirtschaftliche Sozialhilfe (+ CHF 275'000), Beiträge an die Tellspiele 2020 (CHF 105'000) sowie den allgemeinen baulichen Unterhalt (+ CHF 120'000).

Die Investitionsrechnung weist Nettoausgaben von CHF 6'935'500 auf. Nebst der Erweiterung des Schulhauses Hagen (CHF 2'700'000) fällt die erste Etappe Personenunterführung beim Bahnhof Altdorf (CHF 1'550'000) an. Ferner ins Gewicht fallen die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges (CHF 374'000), die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schwimmbades (CHF 320'000) sowie verschiedene Instandsetzungen von Hoch- und Tiefbauten.

Die überdurchschnittlichen Investitionen sowie der Aufwandüberschuss führen zu einem Anstieg der Nettoschuld pro Kopf von CHF 409 im Budget 2019 auf CHF 1'090; der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 29,0%. Aufgrund der nach wie vor ausserordentlich günstigen Situation am Kapitalmarkt wird die Zinsbelastung nur geringfügig zunehmen.

Der Gemeinderat beantragt, den Steuerfuss für das Jahr 2020 unverändert auf 95% und den Kapitalsteuersatz der juristischen Personen auf 0.01‰ festzusetzen.

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