Voranschlag 2009
Der Voranschlag für das Jahr 2009 ist auf Zielkurs: Der Fehlbetrag von 84’900 CHF bei einem Gesamtaufwand von 31'551 Mio CHF darf als vertretbarer Aufwandüberschuss bezeichnet werden. Durch die Veränderungen der neuen Steuergesetzrevision ist der Voranschlag 2009 mit einigen Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der berechneten Steuereinnahmen beantragt der Gemeinderat, den Steuerfuss bei 99% festzusetzen.
Mit einem Aufwand von 31’551 Mio. CHF und einem Ertrag von 31’466 Mio. CHF sieht der Voranschlag der Gemeinde Altdorf für das Jahr 2009 einen Aufwandüberschuss von 84’900 CHF vor. Massgeblich zu diesem Budget haben vor allem die Entwicklungen in folgenden Ertrags- bzw. Aufwandpositionen beigetragen: - Durch die Reduktion des Steuersatzes für 2008 haben sich die Steuererträge reduziert. Durch die Änderung des Steuergesetzes haben die Gemeinden nicht mehr einen linearen Steuersatz festzulegen, sondern einen prozentualen Steuerfuss eines fixen Steuersatzes. Aufgrund der heutigen Berechnungsgrundlagen beantragt der Gemeinderat, den Steuerfuss bei 99% festzusetzen. Die dadurch zu erwartenden absoluten Steuereinnahmen entsprechen in etwa den Steuereinnahmen des Jahres 2008. Bei den juristischen Personen beantragt der Gemeinderat die Beibehaltung des in diesem Jahr auf das gesetzliche Minimum gesenkten Kapitalsteuersatzes von 0,01‰.
- Durch den guten Rechnungsabschluss 2007 konnten die Kapitalkosten und Abschreibungen nochmals deutlich reduziert werden, was eine Entlastung der laufenden Rechnung von 130'000 CHF ausmacht.
- Im Personalbereich betragen die Mehrkosten gegenüber dem Voranschlag 2008 rund 3% und ergeben sich hauptsächlich durch die Neuanstellungen im Zusammenhang mit dem Sozialdienst Uri Nord und dem Projekt TIP, welche aber insgesamt für die Gemeinde Altdorf ausgabenneutral sind. Dazu beigetragen haben auch der Ausbau der Schulleitungspensen sowie die Teuerungsausgleiche und die Stufenanstiege des Verwaltungs- und Lehrpersonals. Demgegenüber steht der Rückgang im Schulbereich durch den Wegfall einer weiteren Primarklasse.
- Bei Nettoaufwendungen von 960'500 CHF darf bei den Sozialhilfekosten mit einer Stagna-tion gerechnet werden, was nach dem steten Anstieg der letzten Jahre bereits eine erfreuliche Aussicht ist.
- Die Mehraufwendungen im baulichen Unterhalt fallen vor allem im Bereich der Schul- und Finanzliegenschaften sowie dem Ausbau des Feuerwehrmagazins an.
- Die Minderaufwendungen bei den eigenen Beiträgen sind in erster Linie auf die neue Aufgabenteilung im Rahmen des NFAUR zurückzuführen. Diese führt zu erheblichen Verschiebungen in einzelnen Positionen.
- Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von CHF 3’635 Mio. auf. Dieser Betrag setzt sich hauptsächlich aus der Hellgasse/Obere Fabrikstrasse, sowie der Renovation des Schulhauses Florentini zusammen. Dem Kredit von 2,4 Mio. CHF für die Renovation des Schulhauses Florentini hat das Stimmvolk bereits am 24. Februar 2008 zugestimmt.
Die Finanzlage der Gemeinde Altdorf darf als verhalten optimistisch bezeichnet werden. Diese ist jedoch mit Unsicherheiten behaftet, die der Gemeinderat ernst nimmt und die entsprechenden Entwicklungen laufend überprüft. Bei der Budgetierung und bei der Auslösung von Ausgaben ist jedoch weiterhin Disziplin und Vorsicht oberstes Gebot. In Nachachtung der bekannten Fakten sowie der kommenden in den Auswirkungen und der Tragweite aber noch nicht klaren Vorhaben und Projekte ist im Hinblick auf den Finanzplan entsprechende Zurückhaltung Pflicht. So werden sich die Auswirkungen des NFAUR und auch der Steuergesetzreform erst in ein bis zwei Jahren detailliert zeigen. Der Gemeinderat wird diese Entwicklungen genau verfolgen und bei der Finanzplanung entsprechend berücksichtigen.
Dokument VA_2009_-_Gemeinde_Altdorf.pdf (pdf, 250.3 kB)
Datum der Neuigkeit 29. Sept. 2008
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